Meine Englische Bulldogge

EB vom Welpen zum glücklichen Hund - Alle Infos rund um den Bully

Englische Bulldogge

Englische Bulldoggen

Sie lernen hier einen ganz besonderen Hund kennen, die Englische Bulldogge ist nicht nur ein beliebter Rassehund sondern ein einmaliger und das wegen seinem ganz besonderen fast menschlichen Charakter. Der Bully der mit seinem gemütlichen und freundlichen Wesen eine Familie als zusätzliches Mitglied perfekt ergänzt. Hier findest Du alle Informationen und Fakten und erfährst alles Wissenswerte über die geliebte einzigartige Englische Bulldogge.

Nicht nur ihr etwas tollpatschig wirkendes Erscheinungsbild lässt vermuten, dass die Bulldogge einen Sinn für Humor besitzt. Aufgrund ihres fröhlichen Wesens bereitet sie Ihren Besitzern viel Freude.
English Bulldog Rüde Schröder - Urheber: adogslifephoto / 123rf.com

Bully Themen und Wissen zur Haltung

Die Englische Bulldogge der treue Familienhund

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Trotz ihrer Abstammung von einer Kampfhund-Rasse besitzt die Englische Bulldogge ein freundliches Wesen und eignet sich hervorragend als Familienhund. Sie ist einfach zu halten und zu pflegen. In einer Stadtwohnung findet sie genügend Platz zum Leben. Viel Auslauf benötigt sie ebenfalls nicht. Sie liebt gemütliche Spaziergänge und macht bei entsprechendem Training längere Wanderungen mit.

Familie Englische Bulldogge Familie English Bulldog © cynoclub - Fotolia.com

Die Pflege gestaltet sich mit regelmäßigem Kürzen der Krallen und Bürsten des Fells sowie täglichem Säubern der Hautfalten wenig aufwendig. Hohe Ansprüche stellt dieser Hund nicht. Wichtig ist ihm vor allem die Beziehung zu seinen Besitzern. Er benötigt viel Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendung, die er mit seiner humorvollen und geselligen Art belohnt. Mit Kindern und anderen Hunden verträgt er sich, im Gegensatz zu Katzen, gut. Er stellt ein angenehmes, kontaktfreudiges und zuvorkommendes neues Familien-Mitglied dar.


Geschichte der Englischen Bulldogge


Die Geschichte der ehemaligen Kampfhunde-Rasse reicht bis in die Antike zurück. Sie stammt direkt von den Molossern ab. Im 6. Jahrhundert vor Christus kämpften die Hunde gegen angebundene Stiere. Die damals beliebte Sportart verlieh der Rasse ihren Namen. Der Begriff Bulldogge kam erstmals im Jahre 1632 auf.

Den ehemaligen Bullenbeißern sagen heute viele Menschen ein aggressives, angriffslustiges Wesen nach. Früher waren diese Charakter-Eigenschaften das hauptsächliche Ziel der Züchter. Später setzte ein Umdenken ein. Im Jahr 1835 untersagte das britische Parlament den Sport des "Bull Baiting". In der Folge verschwanden die Bulldoggen zunächst von der Bildfläche. Ende des 19. Jahrhunderts lebten sie wieder auf. Die Züchter orientierten sich anders und zielten auf ein ruhigeres, besser für Familien geeignetes Wesen der Englischen Bulldogge.




Rassestandard der Englischen Bulldogge

Das optische Erscheinungsbild der Bulldogge wirkt massiv und gedrungen. Ihr Körper ist kompakt und besitzt einen breiten Bau sowie einen großen, massigen Kopf mit vielen Falten. Das Gesicht und der Körper sind kurz, die Gliedmaßen stämmig und der Bau insgesamt robust und muskulös. Für seine geringe Größe besitzt der Hund ein relativ hohes Gewicht von bis zu 25 Kilogramm. Die Hinterhand zeigt sich muskulös, starkknochig und kräftig. Im Gegensatz zur schweren und kurzen Vorderhand ist sie leichter und höher.

Klassifikation nach FCI
Standard Nr. 149 Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Sektion 2.1 Molossoide, Doggenartige,
Verwendung: Begleit- und Familienhund
Größe: Schulterhöhe bis 40 cm
Gewicht: 20 bis 25 kg
Fell: Kurzes, dichtes und leicht zu pflegendes Haarkleid
Farbe: Einfarbig oder gescheckt, rot, weiß, braun

Der Kopfumfang der Englischen Bulldogge entspricht idealerweise der Schulterhöhe. Der Kopf ist breit und kantig. Die Wangen dehnen sich in runder Form neben den Augen aus. Die Nase sitzt sehr hoch und ist kurz. Die flache, ausgeprägte Stirn, die eine breite und quadratische Form besitzt, mündet in eine breite Vertiefung zwischen den Augen.

Der Fang ist aufwärts gebogen, kurz und tief. Er reicht von den Augenwinkeln bis zu den Lefzen. Die Rasse besitzt eine breite Nase mit großen Nasenlöchern, die eine rote oder braune Farbe zeigt.

Der Kiefer ist ebenfalls breit und kantig. Die Lefzen hängen tief über den Seiten desselben. Die Länge des Unterkiefers ist größer als die des Oberkiefers. Die sechs kleinen Schneidezähne befinden sich in einer geraden Linie zwischen den beiden Fangzähnen. Diese stehen weit auseinander, sind groß und kräftig und bei geschlossenem Fang jedoch nicht zu sehen. Insgesamt ist das Gesicht des Hundes symmetrisch.

Die Augen liegen tief und weit auseinander in einiger Entfernung zu den Ohren. Sie sind klein und rund und besitzen eine dunkle, fast schwarze Farbe. Die Ohren befinden sich weit oben. Sie verlängern optisch die Außenlinie des Kopfes. Sie sitzen weit auseinander und liegen an. Der Betrachter entdeckt sie hinten eine Faltung nach innen. Die Beschaffenheit der "Rosenohren" ist fein und dünn. Die hier beschriebene Bulldogge kennzeichnet ein kurzer Hals mit vielen losen Falten. Er ist sehr dick und kräftig.

Der Brustkorb und die Schultern sind breit, der Rücken kurz und kräftig. Die Lendenpartie ist schmaler als die Schultern. Ihr höchster Punkt liegt über der Schulterhöhe. Das resultiert aus den Hinterläufen, die länger sind als die Vorderbeine. Die Pfoten sind gerade, mittelgroß und leicht rundlich, die Zehen kompakt und dick. Die Rute tritt an der Wurzel gerade heraus und biegt sich anschließend nach unten. Sie ist kurz mit einer groben, glatten Behaarung, und besitzt eine feine, dünne Spitze.

Das Fell der Hunderasse ist glatt, fein, dicht und kurz. Es ist einfarbig oder uni mit schwarzer Maske. Es besitzt leuchtende Farben wie gestromt, rot oder rehbraun in verschiedenen Abstufungen. Mehrfarbige Exemplare entsprechen nicht dem Rassestandard. Das ideale Gewicht der Tiere beträgt bei Rüden 25 Kilogramm und bei Hündinnen 22,7 Kilogramm.

 

Anschaffung einer Englischen Bulldogge

Besitzt Du den Wunsch, einer Bulldogge ein Zuhause zu schenken, gilt es, einiges zu beachten. Zunächst kommen Kosten der Anschaffung auf Dich zu. Informiere Dich vorab ausreichend und achte darauf, einen seriösen Züchter auszuwählen. Der gängige Preis für eine Englische Bulldogge liegt zwischen 1.000 und 1.600 Euro. Ein günstigeres Angebot bedeutet möglicherweise, dass das Tier Krankheiten aufweist und Du durch die erhöhten Tierarztkosten kein Geld sparst.

Englische Bulldogge Welpen Englische Bulldogge – ein gemütliches Wesen © cynoclub - Fotolia.com

Zu den Anschaffungskosten kommen die Haltungskosten hinzu, die alles nötige Zubehör beinhalten, das Du für Dein neues Haustier benötigst. Dazu gehören Leinen und Zubehör, Spielzeug, Futter, Tierarzt-Besuche und eventuell der Besuch eines Hundetrainers. Kalkuliere die laufenden Kosten mit ein, bevor Du Dir eine Bulldogge zulegst, um lange Freude mit dem zusätzlichen Familienmitglied zu haben.

Charakter und Eigenschaften der Englischen Bulldogge

Das Wesen der ursprünglichen Kampfhunde-Rasse entspricht nicht dem, was die Herkunft des Hundes vermuten lässt. Die Englische Bulldogge ist ein ruhiger, freundlicher Hund. Sie liebt ihre Besitzer und genießt deren Zuneigung und Aufmerksamkeit. Unterwürfig verhält sie sich nicht. Aus ihrer Zeit als Kampfhund bringt sie ein hohes Maß an Mut und Selbstbewusstsein mit. Ihr eigensinniges Wesen erschwert die Erziehung. Es besteht keine Garantie, dass der Hund komplett auf Dich hört. Dennoch ist die Bulldogge ein liebenswertes Tier.

Die Beziehung zu ihren Menschen, ihrer Familie, ist der Englischen Bulldogge wichtig. Sie zeigt sich sensibel und benötigt viel Zeit und Aufmerksamkeit. Die Rasse genießt es, wenn ihr Besitzer sie stundenlang krault oder mit ihr gemütlich spazierengeht. Ein harscher Umgangston und wenig Zuwendung hinterlässt bei dem Hund seelische Schäden. Sei Dir bewusst, dass er eine hohe Investition an Zeit braucht, um sich wohlzufühlen.

Bulldogge Welpen Welpen der Englischen Bulldogge © Andrea Berger - Fotolia.com

Nicht nur ihr etwas tollpatschig wirkendes Erscheinungsbild lässt vermuten, dass die Bulldogge einen Sinn für Humor besitzt. Lachst Du über sie, quittiert sie dies mit aufgeregtem Herumhüpfen und wedelndem Schwanz. Aufgrund ihres fröhlichen Wesens bereitet sie Ihren Besitzern viel Freude.

Pflege und Haltung der Englischen Bulldogge

Die Haltung einer Bulldogge ist unkompliziert. Sie benötigt wenig Platz und fühlt sich in einer einfachen Stadtwohnung wohl. Dies setzt voraus, dass sie ein bequemes Plätzchen zum Liegen vorfindet. Viel Auslauf braucht sie ebenfalls nicht. Sie liebt gemütliche Spaziergänge oder längere Wanderungen, wenn Du sie von klein auf darauf trainierst. Der soziale Kontakt zu anderen Hunden ist der Englischen Bulldogge wichtig. Sie versteht sich gut mit ihnen, solange sie sich ihr gegenüber nicht aggressiv verhalten. Gern lebt das Tier mit einem Artgenossen zusammen, der ihm ein Spielgefährte und lebenslanger Freund ist.

Mit Kindern hat das Tier kein Problem. In ihrer Gegenwart nimmt es sich mit seinen Kräften zurück und spielt mit ihnen. Zu langes Toben schadet dem Hund, da er durch seine Züchtung schnell Atemprobleme bekommt. Katzen dagegen mag die Bulldogge nicht. Sie lehnt es ab, mit ihnen unter einem Dach zu leben.

Die Körperpflege gestaltet sich wenig aufwendig. Zwei bis drei Mal pro Woche kämmst Du das kurze Fell der Bulldogge. Zusätzlich befreist Du ihre tiefen Hautfalten täglich mit einem Papiertaschentuch von Schmutz, damit sich keine Entzündungen der Haut bilden. Regelmäßig ist ein Kürzen der Krallen notwendig. Mit entsprechender Zange übernimmst Du das selbst. Alternativ beauftragst Du den Tierarzt damit, wenn Du Dir nicht sicher bist, wie weit Du schneiden darfst.